Martin Luther und die Juden -

"Ertragen können wir sie nicht"

N.N.

Ausstellung vom 30. April bis 16. Juni 2017
In Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Brühl und der Ev. Kirchengemeinde Schwetzingen
Wanderausstellung des Zentrums für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit/Referat für Christlich-Jüdischen Dialog
Die Forderung der Reformatoren, die biblischen Schriften zu studieren und den christlichen Glauben immer wieder neu im biblischen Wort zu begründen, dürfte heute so aktuell sein wie damals. Die Ausstellung erinnert an eine grundlegende Forderung zum Umgang mit den "Anderen", die Martin Luther erhob: "Sine vi, sed verbo" (Nicht mit Gewalt, sondern mit dem Wort) solle ein Christ geistliche, theologische, religiöse Auseinandersetzungen führen. Umso erschreckender ist es, zu erfahren, wie sich der Reformator gegenüber Juden verhalten und artikuliert hat. Die sieben "Empfehlungen" aus seiner Schrift "Von den Juden und ihren Lügen" lesen sich wie eine Anstiftung zum Pogrom. Kann man die erklärte Judenfeindschaft, die sich in dieser und anderen Schriften Luthers ausdrückt, als Entgleisung betrachten oder als zeitbedingt relativieren?
Das scheint nicht möglich, ging Luther doch Zeit seines Lebens davon aus, dass das Judentum verblendet ist und einer Irrlehre anhängt. Die Ausstellung will informieren und zu einer umfassenden Auseinandersetzung anregen. Das Reformationsjubiläum kann auf diese Weise einen Lernprozess fördern, der für das Zusammenleben in einer globalisierten Welt unverzichtbar ist.

Kursnummer: 171-10130
1 Termin, 2 Unterrichtsstunden
So, 30.04.2017 - Fr, 16.06.2017, 17:00 bis 18:30 Uhr
Kursort: Schwetzingen, Volkshochschule Schwetzingen; EG; Raum 105
Eintritt frei

Anmeldung:

Der Kurs ist bereits beendet.

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