Philosophisches Café "zwei-stein"

Über die Vernunft

Hans Th. Flory, M.A., Chi Dung Ngo, M.A.

In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Diakonieverein Schwetzingen und der Evangelischen Erwachsenenbildung Rhein-Neckar-Süd
"Es ist vernünftig, etwas zu tun oder zu lassen." Diese Redewendung ist so selbstverständlich, dass man sich in der Regel mit dem Inhalt des Gebotes auseinandersetzt und dabei den ersten Teil der Aussage nicht in Frage stellt: Was die Vernunft gebietet, so scheint es uns, ist gut. Schon das Bild des Odysseus, der sich in Fesseln legen ließ, um den Gesang der Sirene schadlos zu genießen, suggeriert den Primat der Vernunft, die sich über Gefühle, über das Begehren stellt. Bedenkt man jedoch, dass in der Gegenüberstellung von Vernunft und Affekt bzw. Leidenschaft die Vernunft eigentlich den berechnenden Charakter hat, während Begehren und Wünschen den Gefühlen zugeschrieben werden, dann ist die Sachlage keineswegs selbstverständlich.
Kann Vernunft wollen? Oder kann sie lediglich Wege zu Zielen aufzeigen, die von Affekten und Gefühlen vorgegeben werden? Ist die Vernunft nur der Sklave der Leidenschaft? Die Frage nach der Funktion der Vernunft ist die Frage nach der Ausrichtung unseres Handelns, nach dem, was wir wollen, dem Guten, und danach, was wir sind: vernünftiges Wesen oder triebhaftes Bündel. Anhand des Wandels des Begriffs der Vernunft in der Philosophie wollen wir diesen Fragen nachgehen, um zu wissen, was es bedeutet und was es bringt, vernünftig zu sein.

Kursnummer: 172-10802
1 Termin, 4 Unterrichtsstunden
Do, 19.10.2017, 18:00 bis 21:00 Uhr
Kursort: Schwetzingen, Hebelhaus Schwetzingen; EG; Hebelsaal
Kursgebühren: 12,00 € (ermäßigt: 2,00 €)
incl. Imbiss und Getränke
15 - 40 Teilnehmer/innen

Anmeldung:

Der Kurs ist bereits beendet.

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