Georges de la Tour - der Meister des Lichts

Dr. Barbara Gilsdorf

Vortrag anlässlich 50 Jahre Jumelage Schwetzingens mit Lunéville
Georges de La Tour (1593-1652), der großartige Barockmaler und Meister des "chiaroscuro" (Helldunkelmalerei), ist nach wie vor als Person geheimnisumwittert. Es existiert keine Abbildung von ihm, und das Wenige, das über ihn bekannt ist, ist kurz erzählt: 1620 zog der Sohn eines Bäckermeisters nach Lunéville, nachdem er zwei Jahre zuvor Diane Le Nerf, die Tochter eines Finanzverwalters des Herzogs von Lothringen, geehelicht hatte. 1639 stieg der talentierte Lothringer sogar zum offiziellen Maler König Ludwig XIII auf. Dass der Ästhet und begnadete Maler auch ein böser Bube gewesen war, bezeugt ein Dokument des Jahres 1646. Demzufolge beschwerten sich Bürger von Lunéville über Georges de La Tour beim Herzog, weil er "sich beim Volk verhasst macht durch die große Zahl von Hunden, die er sich hält, als wäre er der Herr des Ortes" und "der die Hasen ins Korn treibt, es verdirbt und zertrampelt". Seine spezifische Malerei, die durchweg dunkel gehaltenen und nur durch Kerzen erleuchteten Nachtstücke und die launigen Szenen aus dem Schelmenleben sind dagegen bekannt und hoch geachtet.

Kursnummer: 191-10120
1 Termin, 2 Unterrichtsstunden
Do, 07.02.2019, 18:30 bis 20:00 Uhr
Kursort: Schwetzingen, Palais Hirsch Schwetzingen; EG; Tagungsraum
Eintritt frei
25 - 100 Teilnehmer/innen

Anmeldung:

Der Kurs ist bereits beendet.

zum Seitenanfang