Philosophisches Café "zwei-stein"

Sprachspiele mit Wittgenstein und Platon

Hans Th. Flory, M.A., Patrick Alberti

In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Diakonieverein Schwetzingen und der Evangelischen Erwachsenenbildung Rhein-Neckar-Süd
Was meinen wir eigentlich, wenn wir Wörter benutzen? Benennen wir mit ihnen konkrete Gegenstände oder Sachverhalte? Bildet Sprache das ab, was wir als Wirklichkeit verstehen? Oder ist es nicht eher so, dass wir mit unserer Sprache auch immer die Wirklichkeit gestalten und mit jedem Sprechen neu hervorbringen?
Wie unser Sprechen mit anderen Menschen uns der "Wirklichkeit" näher bringen kann, schauen wir uns zuerst bei Platons Dialog "Gorgias" an. Hier wird die Redekunst daraufhin untersucht, wie sie auf die gesellschaftliche Wirklichkeit einwirkt. Sprechen wird hier als ein Instrument der Wahrheitssuche, ein Mittel auf der Suche nach einem gerechten und guten Leben verstanden. Die Redekunst kann aber zugleich auch die Massen verführen und als Werkzeug übler Demagogen dienen.
Von den noch immer modern anmutenden Überlegungen Platons gehen wir weiter zu Ludwig Wittgenstein: Dieser schrieb einmal: "Dass die Welt meine Welt ist, dass zeigt sich darin, dass die Grenzen der Sprache (der Sprache, die allein ich verstehe) die Grenzen meiner Welt bedeuten." Ist die Erkenntnis einer Wirklichkeit also abhängig von einer Sprache, die jeder nur für sich versteht? Lebt deswegen jeder in seiner privaten Sprache und damit in seiner eigenen privaten Welt? Oder gibt es doch noch Hoffnung, sich mit anderen Menschen über eine objektive Außenwelt auszutauschen und diese gemeinsam zu gestalten?

Kursnummer: 211-10803
1 Termin, 4 Unterrichtsstunden
Do, 20.05.2021, 18:00 bis 21:00 Uhr
Kursort: Schwetzingen, Hebelhaus Schwetzingen; EG; Hebelsaal
Kursgebühren: 12,00 € (ermäßigt: 2,00 €)
incl. Getränke. Bitte in diesem Semester eigenen Imbiss mitbringen
10 - 15 Teilnehmer/innen

Anmeldung:

Anmeldung bis: Mi, 19.05.2021

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