Abraham, Isaak und Ismael in Auschwitz

Was uns die Vergangenheit abverlangt

Helmut Mehrer

Lesung und Gespräch im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland
In Kooperation mit MEINE. DEINE. EINE WELT – Landesweite Initiative 2021
In dem 2019 verfassten Stück von Helmut Mehrer kommen drei biblische Personen aus dem 1. Buch Mose, das etwa im 6. Jahrhundert vor Christus entstanden ist, zur Sprache. Abraham, Ismael und Isaak. Abraham hatte wegen des Vielgötterglaubens sein Heimatland Mesopotamien verlassen, da er zu der Überzeugung gekommen war, dass die Welt nur von einem Gott geschaffen wurde. Ismael, erster Sohn Abrahams mit seiner ägyptischen Magd und Nebenfrau Hagar, wird von den Arabern als ihr Urvater verehrt. Im Koran ist er ein Prophet, denn sein Volk übernahm den Islam als erstes. Isaak, der zweite Sohn Abrahams mit seiner Frau Sara, zählt hingegen zu den großen Patriarchen der Juden und Christen.
Historisch belegt ist keine dieser drei Personen, doch der Auftrag, ein Segen zu sein, gilt heute als ein zentrales, weltweit verständliches und vorbildliches moralisches Gebot. Die drei Figuren aus frühreligiöser Zeit denken und sprechen wie heutige Menschen. Sie bewohnen die gemeinsame Welt und kennen ihre Probleme, die Kriege, den Hass, den Rassismus und die Verfolgung. Sie fühlen und denken mit uns. Im Anschluss an die Lesung diskutieren wir über die Aussagen und Wirkungskraft bis heute. Die deutschen Regierungen haben um Verzeihung gebeten, und Israel hat sie gewährt. Nachhaltig wirkten aber vor allem zigtausende Gespräche, die die Nachkommen der Täter mit den Opfern geführt haben. Die Überlebenden haben es ihnen mit Worten der Versöhnung gedankt: "Ihr seid nicht schuld, an dem, was geschehen ist." Damit verbanden sie freilich eine Erwartung: "Ihr seid aber verantwortlich dafür, dass sich dergleichen nicht wiederholt."
Lesung mit Helmut Mehrer, Sevita Mansori (Realschule Brühl) und Jamey Fritzmann (Moll-Gymnasium Mannheim).
www.1700jahre.de

Kursnummer: 212-10810
1 Termin, 2 Unterrichtsstunden
Do, 23.09.2021, 18:30 bis 20:00 Uhr
Kursort: Schwetzingen, Volkshochschule Schwetzingen; EG; Raum 105
Eintritt frei
10 - 25 Teilnehmer/innen

Anmeldung:

Anmeldung bis: Mo, 20.09.2021

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